Oberflörsheim: Besuch am Grab des Uropas in der Normandie

1. Dezember 2019

Am Grab des Urgroßvaters, Großvaters und Vaters: Lara (links) mit ihrer Familie am Grab ihres Uropas auf der deutschen Kriegsgräberstätte La Cambe/Frankreich. (Foto: Wilhelm Nies)

Oberflörsheim: Lara (16) besucht zum ersten Mal, gemeinsam mit ihrer Familie, darunter auch ihr Großvater Wilhelm Nies, Mitglied und Delegierter des Volksbundes, eine Kriegsgräberstätte.

Im Rahmen der Gedenkstunde zum Volkstrauertages 2019 in Oberflörsheim, trug die 16 jährige ihre Gedanken und Eindrücke vor, die sie beim Besuch des Grabes ihres Uropas auf der deutschen Kriegsgräberstätte in La Cambe in der Normandie hatte:

 

Letztes Jahr war ich mit meinen Eltern, Geschwistern und Großeltern in der Normandie. Der Hauptgrund: Wir wollten uns anschauen, wie es so viele Jahre nach dem 2. Weltkrieg dort aussieht und ein besonderes Ziel war auch der Friedhof in La Cambe, wo mein Urgroßvater beerdigt ist. Nach einigen Tagen, die wir am Meer verbracht haben, gingen wir dann auf den Friedhof - der Friedhof, den ich bis zu diesem Zeitpunkt nur von Bildern oder von Erzählungen kannte. Damals konnte ich mir noch nichts unter einem Soldatenfriedhof vorstellen, außer, dass er ziemlich groß ist. Als wir dann aber auf den Friedhof gingen, war ich zuerst mal sprachlos, denn so hatte ich mir ihn wirklich nicht vorgestellt: Ein riesiger Friedhof, überall Gräber, die nur durch Steinplatten gekennzeichnet waren, keine bunten Blumen wie hier. Als ich dann auch noch erfuhr, dass unter jeder Grabplatte zwei Menschen beerdigt waren, war ich komplett fassungslos. Erst später, als wir nochmal auf die Erhöhung in der Mitte gingen, wurde mir bewusst, was der Krieg wirklich für ein Ausmaß hatte und wie grausam er gewesen sein muss. Zum Schluss hoffe ich nur, dass ich so etwas nie erleben muss.

 

 

 

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