Kaiserslautern: Landesfeier zum Volkstrauertag 2017

27. November 2017

Der Kranz des Volksbundes anläßlich des Volkstrauertages in Kaiserlautern. (Foto: Volksbund)

Kaiserslautern: Die diesjährige Landesfeier zum Volkstrauertag fand am 19.11.2017 in Kaiserslautern statt. Landesregierung, Stadt Kaiserlautern und Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge luden gemeinsam zu einem ökumenischen Gottesdienst und einer Gedenkstunde in die St. Martins-Kirche ein. Für die musikalische Umrahmung der Gedenkfeier sorgten die Orchestermitglieder des Pfalztheaters Kaiserlautern sowie der Trompeter Bertrand Favray und der Sänger Vladimir Gerasimov. Schülerinnen und Schüler der Lina-Pfaff-Realschule plus Kaiserslautern trugen ihre Gedanken und Träume zu einer friedlichen Welt bei.
Das Totengedenken trug Oberstleutnant d.R. Heinz Klages vor.

Im ökumenischen Gottesdienst dankte Pfarrer Andreas Keller den Mitgliedern des Volksbundes mit den Worten, dass sie einen unverzichtbaren Anteil am Erhalt der Kriegsgräber leisten. Dorothee Wüst, die Dekanin, nahm in ihrer Predigt Bezug auf das Erinnern: “Vergangenheit ist kein Ballast, vor dem man die Jugend bewahren muss. Erinnerung ist die Arbeitsgrundlage für den Frieden in der Gegenwart.“

Martin Haller, amtierender Landesvorsitzender des Volksbundes bei seiner Begrüßungsansprache in der St. Martins-Kirche (Foto: Volksbund)

Die anschließende Gedenkstunde eröffnete Martin Haller, der amtierende Landesvorsitzende des Volksbundes mit seiner Begrüßungsrede. Er betonte die Bedeutung der Kriegsgräberstätten als Mahnmale für den Frieden und gegen den Krieg und wies darauf hin: „Es reicht nicht, Friedhöfe zu bauen, es reicht nicht an den Gräbern um die Toten zu trauern und es reicht nicht, an ihre Schicksale zu erinnern. Es bedarf auch der Bildung und der Begegnung. Soldatenfriedhöfe sind eben nicht nur Orte des Gedenkens und des Erinnerns, sondern können auch Orte der Bildung und Begegnung sein.“

Der Oberbürgermeister der Stadt Kaiserslautern, Dr. Klaus Weichel sprach in seinem Grußwort von der Verantwortung der heutigen Gesellschaft, dass es nie wieder zu einem Krieg komme und nannte es eine Verpflichtung, sich für Frieden, Freiheit und Demokratie einzusetzen.

Der Oberbürgermeister von Kaiserslautern Dr. Klaus Weichel richtet sich mit einem Grußwort an die Anwesenden (Foto: Volksbund)

In diesem Jahr wurde die Gedenkrede zum Volkstrauertag vom Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion, Thomas Linnertz gehalten. Er stellte darin die Frage, ob Erinnerung eine Pflicht sei. Er forderte, sich Zeit zu nehmen, über die Vergangenheit nachzudenken und sagte weiter: „Am Volkstrauertag gelten unsere Gedanken denen, die durch Krieg und Gewaltherrschaft ihr Leben verloren haben, um nicht in Gefahr zu geraten, die Vergangenheit zu vergessen.“

Darüber hinaus  dankte Linnerts dem Volksbund für seine „wichtige, ehrenvolle und würdige Arbeit.“ (UJ).

Die Gedenkrede bei der diesjährigen Landesfeier zum Volkstrauertag hält der Präsident der Aufsichts- und Diensleistungsdirektion Trier, Thomas Linnerts (Foto: Volksbund)
Schülerinnen und Schüler der Lina-Pfaff-Realschule plus Kaiserslautern bei ihren Beiträgen zur Gedenkstunde (Foto: Volksbund)
Martin Haller (r.), der amtierende Landesvorsitzende des Volksbundes überreicht Thomas Linnerts, dem Präsidenten der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Trier als kleines Dankeschön für seine Gedenkrede eine Tischglocke der Deutschen Kriegsgräberfürsorge. (Foto: Volksbund)

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