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Gedenken an 75 Jahre Kriegsende
Kranzniederlegung auf dem Standortfriedhof Lilienthalstraße
08. Mai 2020
  • Berlin

Am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa mit der Kapitulation Deutschlands. Der vom nationalsozialistischen Deutschland entfesselte Krieg führte zu millionenfachem Tod, unsäglichem Leid und massiver Zerstörung. Durch den alliierten Sieg wurde Europa von der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft befreit.

75 Jahre nach diesem einschneidenden Datum gedachte der Landesverband Berlin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge auf dem Standortfriedhof Lilienthalstraße den zahlreichen Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft. Aufgrund der aktuellen Pandemie wurde nicht zur physischen Teilnahme Gedenkfeier eingeladen; vielmehr wurde letztere live ins Internet übertragen.

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Der Landesvorsitzende Dr. Fritz Felgentreu, MdB, legte vor der Krypta einen Kranz nieder. Das Gedenken wurde von Mona Mur und Gerhard A Schiewe auf berührende Weise musikalisch eingerahmt.

Auf diesem Friedhof wurden mehr als 6.000 Kriegsopfer in 4.935 Einzelgräbern und drei Sammelgräbern mit 1.432 m² Fläche bestattet: nicht nur Soldaten, sondern auch viele Zivilisten, Zwangsarbeiter und Verfolgte des NS-Regimes. Der Friedhof wurde ab 1938 als „Heldenfriedhof“ für den geplanten zukünftigen Krieg angelegt. Im Verlauf des Krieges wurden immer mehr zivile Kriegsopfer bestattet – nun ist der Friedhof eine große Berliner Mahnstätte gegen Krieg und Gewaltherrschaft. In der 1966 erbauten Krypta befindet sich die Skulptur „Sorgende Frau“ von Fritz Cremer, der Denkmäler für zahlreiche KZ-Gedenkstätten wie z.B. in Buchenwald und Mauthausen schuf.

Auch und gerade ein dreiviertel Jahrhundert nach dem Ende des Krieges ist es notwendig und wichtig, den Toten zu gedenken, an die Ereignisse zu erinnern und die Lebenden zu ermahnen, Krieg und Gewaltherrschaft zu verhindern.